Wladimir Klitschko

Erkenntnisse des Spitzensportlers und Unternehmers

Challenge Management

von Wladimir Klitschko

Buch (gebundene Ausgabe)
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Inhalt

Management ist Herausforderung

Wladimir Klitschko ist nicht nur Profiboxer, sondern auch erfolgreicher Unternehmer: Er gründet K2 Promotions, die Klitschko Foundation und die Klitschko Management Group. 2016 ruft er einen eigenen Studiengang an der Universität St. Gallen ins Leben und vermittelt Grundlagen des "Challenge Managements": Spitzensportlern ist die Gabe gemein, Probleme als Herausforderungen - als Challenge - zu begreifen und sie als solche anzunehmen. Darauf aufbauend sind die Eckpfeiler seiner Managementlehre unter anderem:

  • eigene Erfolge auch für andere nutzbar machen,

  • aus Niederlagen lernen,

  • langfristig planen und kontinuierlich Leistung erbringen.

Wie Manager genau das ins Unternehmen transferieren und Herausforderungen meistern, zeigt Klitschko in seinem inspirierenden Buch.

Autorenportrait

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Wladimir Klitschko im Interview mit thalia.de

  • Herr Klitschko, Sie sind nicht nur Profisportler, sondern auch promovierter Sportwissenschaftler und Dozent an der Universität St. Gallen. Schwerpunkt: Challenge Management. Liegen die beiden Felder näher aneinander, als man vielleicht denkt?

Im Challenge Management gebe ich all meine Erfahrungen aus mehr als einem Vierteljahrhundert Leistungssport weiter. Ich habe Methoden und Wege im Sport entwickelt, die ich ins wirtschaftliche Umfeld transferiert habe. Genau diese stecken im Challenge Management. Ich bin davon überzeugt, dass nachhaltig nur erfolgreich ist, wer Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Konzentration vorweisen kann - Eigenschaften, die erfolgreiche Sportler haben müssen.

  • In Ihrem Buch sprechen Sie über so interessante Begriffe wie »Coopetition«. Was genau versteht man darunter?

Ohne Weggefährten werden wir unsere Ziele nicht erreichen. So viel steht fest. Doch manchmal finden wir Weggefährten dort, wo wir sie am wenigsten vermuten - bei unseren Mitbewerbern. Heißt: Wir kooperieren mit unserem Konkurrenten und kommen gemeinsam weiter als beide einzeln.

  • Sportler wie Manager müssen ihre Leistung nicht selten explosionsartig abrufen. Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste, wenn man in einer Situation maximal gefordert ist?

Zum einen ist es wichtig, seine Hausaufgaben zu machen. Nur wer sich optimal vorbereitet, kann auf den Punkt genau seine Leistung abrufen. Gerade in der Vorbereitung bedarf es manchmal sehr viel Ausdauer und Durchhaltevermögen. Außerdem gilt es, flexibel zu sein, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können. Hierzu ist es auch notwendig, sich zu strukturieren und zu wissen, was man wann in welcher Lage benötigt. Und dann gilt es, sich voll auf sein Ziel zu fokussieren, nichts anderes mehr gelten zu lassen. Werden Sie besessen von Ihrem Ziel. Dann werden Sie es erreichen.

  • Wenn es etwas gibt, das Ihre Leser unbedingt durch die Lektüre Ihres Buches lernen sollen, was genau wäre das?

Sie sind die bewegende Kraft!

  • 'Failure with obsession - is an option!' Ein Zitat aus ihrem Buch. Erzählen Sie uns, wie Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind?

Im November 2015 hatte ich seit vielen Jahren meine Weltmeisterschaftsgürtel verloren. Ein hartes Jahr mit Kampfabsagen des Gegners folgte, bis ich endlich wieder am 29. April 2017 gegen Anthony Joshua in den Ring steigen konnte. Das Wembley Stadion in London war seit Monaten ausverkauft, ich kannte nur ein Ziel: Den Sieg. Ich habe diesem Ziel alles untergeordnet, so effizient wie noch nie trainiert. Ich wusste, dass ich diesen Kampf gewinnen werde. Ich war so überzeugt, dass ich ein Video mit dem Kampfausgang auf einem USB-Stick in meinen Mantel einnähte und dies den Medien erzählte. Das Ergebnis ist bekannt: In der 11. Runde erwischte mich ein Schlag, den ich nicht kommen sah, und Anthony Joshua wurde zum Sieger erklärt. Er hat verdient gewonnen. Doch: Noch nie habe ich in einer Niederlage so viel gewonnen wie dieses Mal. Der Respekt und die Anerkennung, die mir seitdem entgegenschlagen, sind mir manchmal fast ein bisschen unheimlich. Ein britischer Journalist schrieb: "In dieser Niederlage war Wladimir Klitschko größer als in einer Vielzahl seiner Siege." Seitdem definiere ich Erfolg neu. Erfolg ist das Erreichen eines vorher festgelegten Ziels, unbestritten. Doch auf diesem Weg können sich neue Ziele ergeben, die vorher noch nicht zu erkennen waren, an die wir vorher nicht gedacht haben und die vielleicht am Ende deutlich größer sind als die vorher festgelegten.